Nr. 36/2011                                                                                                           22.09.2011

Der Betreute Bewohner

 

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

HSV   -    Quo vadis?

Trainer entlassen   Seite 2

Wahlen in Berlin – Eine neue Partei feiert Erfolge   Seite 3

Alles Theater?                                                             Seite 3


Veranstaltungen:

Turnen am vergangenen Donnerstag                        Seite 4

 

 

Spruch der Woche:


Die Demokratie ist die allerliebste Staatsverfassung:

zügellos, buntscheckig,

eine Sorte Gleichheit gleicherweise unter Gleiche

wie Ungleiche verteilend.

Platon


Seite 2

HSV – Quo vadis

Trainer entlassen

Als Fan kann man langsam giftig werden. Schließlich spielt der HSV in einer der stärksten Fußballligen der Welt – und dann holt man einen dänischen Sportdirektor aus England für den vakanten Posten in .Hamburg.

Der englische Fußball hat die Entwicklung der letzten Jahre komplett verschlafen. International spielen die englischen Clubs und die Nationalmannschaft schon lange keine große Rolle mehr. Und dann baut man eine Mannschaft mit Spielern aus aller Herren Länder und erwartet, dass diese zusammengewürfelte Truppe gegen Mannschaften wie Köln, Bayern, Stuttgart und andere bestehen kann....

Zum Mitschreiben, Fußball ist ein Mannschaftsspiel und wenn die Spieler sich nicht verständigen können, kann kein vernünftiges Spiel entstehen und bei der Leistungsdichte in der Bundesliga werden solche Schwächen gnadenlos ausgenutzt.

Der geneigte Beobachter hat allerdings den Eindruck, dass der eine oder andere der ‚Legionäre’ den HSV nur als Sprungbrett nach Bayern München betrachtet. Dieser Eindruck entstand bei dem neuen englischen Verteidiger, der gleich am ersten Tag gegenüber der Presse durchklingen ließ, dass für ihn neben dem HSV nur Bayern in Frage käme.

Und dann der Trainer – die Frage ist inzwischen geklärt, er wurde entlassen...

Etwas befremdend sind auch andere Auffälligkeiten: Da dröhnt der erfolglose Sportdirektor, er würde die Mannschaft weiter betreuen... Und was macht eigentlich der Trainer?

Überhaupt die Mannschaft... Wie kommt der erfolglose Mannschaftskapitän dazu nach einem verlorenen Spiel ein längeres Interview im Radio zu geben? Der Versager darf sich noch rechtfertigen. Hat der Verein keine Öffentlichkeitsabteilung?

 

 

Seite 3

 

Wahlen in Berlin – eine neue Partei

feiert Erfolge.

Bei der Wahl in Berlin feierte eine neue Partei, die Piraten, einen großen Erfolg. Ihre Ziele sind noch etwas merkwürdig. Man lehnt eine Kontrolle des Internets unter allen Umständen ab, auch in Fällen von Kinderpornographie und ähnlich unappetitlichen Sachen...

Man strebt eine Lockerung des Urheberrechts im Internets an, Raubkopien sollen nicht mehr verfolgt werden...

Freie Fahrt für alle! Der Nahverkehr soll umsonst sein.

Da fehlt eigentlich nur noch die Forderung nach „Freibier für alle!“

Gut, die Partei ist neu und damit ein Magnet für merkwürdige Leute...

Der geneigte Leser denkt vielleicht an die Anfänge der Grünen. Es ist ganz interessant, sich einmal zu erinnern. Die Grünen wurden gegründet unter anderen von dem CDU Abgeordneten Herbert Gruhl. Daneben engagierten sich Angehöriger der diversen K-Gruppen (Kommunistische Splittergrupen) Aber auch der rechte Blut und Boden – Fan Baldur Springmann war mit von der Partie.

Natürlich waren auch die Vertreter der neuen Lebensmodelle, Schwulen und Lesben und sonstige, die etwas abseits der Gesellschaft irgendwelchen Schimären nachjagten, vertreten.

Aber auch so manche, für die sich der Staatsanwalt interessierte, wie eine großer Gruppe von Leuten, die Sex mit Kindern straffrei stellen wollten, versuchten in der neuen Partei ihr Süppchen zu kochen.

Die Piraten sind mitten drin in dieser Phase. Vielleicht typisch ist der folgende Vorgang. Der ehemalige SPD-Abgeordnete Taus, hatte sich den Piraten angeschlossen und wurde vor kurzem wegen Besitzes von Kinderpornographien verurteilt. (Quelle: NDR 90,3 am 19.09.)

Vielleicht entwickelt sich hier mit der Piratenpartei eine neue liberale Partei mit einem linken und einem rechten Flügel und löst die Komiker von der FDP ab.

Apropos FDP, es ist schon traurig, was aus dieser alten Partei geworden ist, der Partei eines Carlo Schmidts, eines (Papa) Heuss, eines Thomas Dehler und eines Walter Scheel.

Die FDP schützt doch heute, unter dem Mäntelchen der sogenannten Selbstverantwortung nur die Interessen der Mächtigen, der Finanzindustrie. Ihre ursprüngliche Klientel, der Mittelstand, wird total vernachlässigt. Im Gegenteil man schaut gelassen zu, wie die großen Finanzgesellschaften, einen Mittelständler nach dem anderen, übernehmen, aussaugen und fallen lassen. Eine Bühne für Komiker und Blender...

Man kann es bedauern, wenn so eine alte Partei wie die FDP, im Orkus der Geschichte verschwindet, aber Demokratie ist kein Museum.

 

 

Seite 4.

Alles Theater?

Bei dem Blick auf die Politik in Berlin, drängt sich dem Beobachter der Eindruck auf, dass er als Zuschauer in einer Schmierenkomödie missbraucht wird.

Da zoffen sich Kanzlerin und Wirtschaftsminister in existenziellen Fragen mit harten Bandagen und auf der anderen Seite will die Kanzlerin am 27 .September sogar eine Biographie über den Wirtschaftsminister und FDP-Chef vorstellen.

Hat die Kanzlerin keine wichtigere Aufgaben...?

Und das in der heutigen Zeit, wo die Währung wackelt, Deutschland sich im Krieg befindet und dann noch für einen Mann, der mit seinem dummen Gerede, ‚geordnete Insolvenz’ ist kein anerkannter Fachbegriff, unter dem sich ein Sachverständiger etwas vorstellen kann, einen gewaltigen Aktiensturz auslöste. Manche Aktien verloren ein Viertel ihres Wertes...

War die ganze Aktion abgesprochen, um für die FDP bei der Wahl in Berlin einige Stimmen einzufahren?

Der Wähler hat offensichtlich für solche Mätzchen nichts übrig, und straft die Parteien ab. Es ist nur zu hoffen, dass das Beispiel Schule macht.

 

 

Turnen am vergangenen Donnerstag

Das Turnen am vergangenen Donnerstag war nach Berichten der Teilnehmer ein voller Erfolg. Frau Brandt hatte eine Methode aus Amerika mitgebracht, so genanntes „Chair-Aerobic“ – Aerobic auf einem Stuhl.

Eine besondere Choreographie musste eingeübt werden – aber nur eine kleine. Und dann gings los – mit Musik. Zum Beispiel mit dem Stück „ sugar, sugar...“

Es war ein toller Spaß für alle Teilnehmer - auch für die schon etwas älteren...

 

 

Witz der Woche:

Es ist Winter. Eine Angler sitzt an einem Eisloch und angelt. Kommt ein Neugieriger vorbei und fragt : „Sie haben ja eine dicke Backe. Haben Sie Zahnschmerzen?“ „Nein, nein, aber irgendwie muss ich die verdammten Würmer auftauen...“

Fiete der Dackel meint: „Ich mag auch keine Würmer…“