Nr. 35/2011                                                                                   14.09.2011

 

Der Betreute Bewohner

 

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Hamburg – Zentralschweiz

und zurück mit dem Auto   Seite 2

 

Hamburger Bürgermeister in Rahlstedt                    Seite 4

 

 

Veranstaltungen:

Spruch der Woche:

 

Friede gilt mehr denn alles Recht

und Friede ist nicht um des Rechtes Willen,

sondern Recht ist um des Friedens willen gemacht.

Darum, wenn je eines weichen muss,

so soll das Recht dem Frieden

und nicht der Friede dem Rechte weichen.

 

Martin Luther

 

 

 

 

 

Seite 2

Hamburg – Zentralschweiz

und zurück mit dem Auto

Es war eine längere Fahrt, Ende August-Anfang September, von Hamburg in die Zentralschweiz. Der Start war für fünf Uhr morgens vorgesehen.

Es war eine schöne Fahrt an einem Sonntagmorgen. Wir starteten pünktlich in der Morgendämmerung. Nur wenige Verkehrsteilnehmer waren zu dieser frühen Stunde unterwegs.

Die Fahrt ging zügig voran, 11 Uhr war Frankfurt erreicht. Gegen 1530 Uhr waren wir in Säckingen am Rhein angekommen. Der Trompeter von Säckingen ist wohl auch dem einen oder anderen Hamburger ein Begriff.

Die erste Etappe war also geschafft. Die Familie freute sich und wir konnten uns etwas erholen.

Einige Tage später gings in die Zentralschweiz, nach Näfels im Kanton Glarus.

Einiges zum Hintergrund. In Säckingen wirkte vor 1500 Jahren der irische Mönch Fridolin und bekehrte die Menschen im weiten Umkreis. Er liegt auch in Säckingen begraben. Außerdem wird er traditionell im Kanton Glarus, besonders in dem Ort Näfels, verehrt.

Dies war auch der Grund für unsere weite Reise. In Näfels war eine Veranstaltung mit der Vorstellung einer besonderen CD geplant. Bei der CD handelte es sich um die Aufnahme von sechs Suiten für Violoncello solo von J.S.Bach, in der Pfarrkirche von Naefels, gespielt von Martin Hahn, einem Berufsmusiker, der seit 1992 als Bratschist an der Badischen Philharmonie Phorzheim engagiert ist,.

Das Besondere an dieser Aufnahme ist, dass die St.Hilarius-Kirche, die auch auf Fridolin zurück gehen könnte, eine einmalige Akustik aufweist. Dieser Kirchenraum hat einen Nachhall von sieben Sekunden das bedeutet ein Ton ‚wandert’ durch das barocke Kirchenschiff, immer wieder zurückgeworfen, ganze sieben Sekunden lang.

Der Fachmann beschreibt es so: „Die einstimmige Polyphonie wird besser hörbar, wenn Harmonietöne im Raum stehen bleiben und die latent vorhandene Mehrstimmigkeit dadurch verdeutlicht wird. Vergleichbar mit einem Flügel, wo man mit dem Pedal die Dämpfung wegnimmt.“ Zitat Ende.

Jetzt der Laie: Es ist ein wunderschönes Erlebnis diese Aufnahme zu hören. Die Musik gewinnt an Volumen. Der Unterschied zwischen dem auf der Viola gespielten Stück zu der Aufnahme desselben Stücks in der Kirche ist unglaublich.

Ein Vergleich sei gestattet. Der Hörer fühlt sich an einen guten Wein erinnert, der im Vergleich zu einem preiswerteren Wein bei der gleichen Traubensorte einen viel größeren Körper hat.

 

 

Seite 3

 

Es ist auch für einen musikalisch nicht so gebildeten Zeitgenossen ein Genuss.

Und da in Naefels, als auch in Säckingen alles mit dem hl. Fridolin zusammenhängt, sollte ich auch die Möglichkeit erhalten, mein Buch „Der hl. Fridolin und seine Zeit vorzustellen.“

Kurz und bunt, an dem besagten Tag rottete sich eine Abordnung der Säckinger zusammen und machte sich mit einem Bus und etlichen Privatwagen auf den Weg nach dem schönen Naefels. Auch der amtierende Trompeter wurde eingepackt.

Zum Hintergrund:

In Säckingen spielt bei offiziellen Anlässen ein Trompeter die beliebte Melodie aus der Oper „Der Trompeter von Säckingen“

Die Veranstaltung in Naefels war richtig toll. Der Organisator, der alt Gemeindepräsident Fridolin Hauser, Präsident des „Kulturforum brandluft glarus-nord“ hatte ganze Arbeit geleistet. Der Raum in dem alten „Tolderhaus“ in Naefels war bis zum letzten Platz besetzt.

Die Höhepunkte waren die musikalischen Darbietungen..

Zuerst spielte Martin Hahn mit seiner Viola eine der Suiten von J.S.Bach.

Anschließend spielte er die CD mit der Aufnahme aus der Pfarrkirche mit dem gleichen Musikstück auf einer Musikanlage mit der bekannten Wirkung.

Aber das war noch nicht alles. Ein weiterer Programmpunkt war der Auftritt der in Süddeutschland sehr bekannten Opernsängerin Heidrun Maria Hahn, begleitet von ihrem Mann Martin Hahn mit der Viola und dem Kapellmeister des Staatsopernorchester Stuttgart am Klavier. Es war ein Erlebnis. Die Zuhörer waren begeistert.

Zum Schluss durfte sogar ich, als Verfasser, mein Buch, ‚Der hl.Fridolin und seine Zeit’ dem sachverständigen Publikum vorstellen, denn in Naefels als auch in Säckingen gibt es in Sachen Fridolin nur Fachleute .... Freundlicher Applaus dankte dem Verfasser.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Auftritt des Säckinger Trompeters. Irgendwie passte er in seinem Landsknechtskostüm, mit Stulpenstiefeln, riesigem Schlapphut und einem gewaltigen Schwert an der Seite, zu dem alten Haus, in dem die Veranstaltung stattfand.

Er spielte auch ausgesprochen gut das alte Lied aus der Oper ;Der Trompeter von Säckingen’: „Behüt dich Gott, es wär so schön gewesen ...“

Das Publikum war gerührt und spendete begeisterten Beifall.

Anschließend wurden die Säckinger Besucher noch in ein Gasthaus eingeladen und mit einer leckeren Spezialität, einer ‚Kalberwurst’ und einem ausgezeichneten Rotwein verwöhnt.

Nach einem herzlichen Abschied und der Versicherung, dass man sich nicht zum letzten Male gesehen habe, machten sich die Säckinger glücklich und zufrieden auf den Heimweg ....

Zwei Tage später fuhren auch wir zurück nach Hamburg. Es war nicht viel los auf der Bahn. Zügig kamen wir durch und wohlbehalten an.

 

 

Hamburger Bürgermeister in Rahlstedt

Vergangenen Dienstag kam der Hamburger Bürgermeister Olav Scholz nach Rahlstedt zur Bürgersprechstunde. Den Auftakt bildete eine launige Rede und dann hatten die etwa 300 Besucher die Gelegenheit Fragen zu stellen.

Die Liste der Fragen umfasste alle Themen, nicht nur Lokales. So interessierten sich etliche Zuhörer für die Kosten HSH-Nordbank und die Elbphilharmonie. Zur HSH-Nordbank konnte O.Scholz Beruhigendes melden. Die Bank sei auf einem guten Weg. Allerdings könnte man nicht damit rechnen, dass das Geld der Stadt schnell zurück fließen würde. Und zur Philharmonie konnte er nur auf seine Vorgänger verweisen. Es seien Verträge abgeschlossen worden, ohne dass der Bau durchgeplant worden war. Eine ständige Quelle für Streitigkeiten...

Auch auf Lokales war er gut vorbereitet. Einzig bei der Frage nach einer Fußgängerbrücke in Poppenbüttel musste er passen. Wann die gebaut würde, könne er nicht sagen ... Zufrieden gingen die Zuhörer auseinander.

 

Witz der Woche:

Was ist der Unterschied zwischen dem HSV und einem „Ü“ ? – Das „Ü“ hat zwei Punkte ....

Fiete der Dackel meint: „Gewinnen muss man…“

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 27. November 2011 um 13:09 Uhr )