Nr. 29/2011                                                                                   28..07.2011

Der Betreute Bewohner

 

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Gauner im Haus.

Betrüger geben sich als Mitarbeiter des DRK aus     Seite 2

Achtung-Freiheit in Gefahr

Die Ordner der Welt sind wieder munter                  Seite 2

Hamburg muss sparen                                                         Seite 3

 

Veranstaltungen:

Gemeinsamer Ausflug zum Eiscafe im nächsten Monat mit dem ‚Betreuten Wohnen‘ geplant

 

Spruch der Woche:

In einer Demokratie muss die Freiheit täglich neu errungen und vor dem Verfall in Anarchie bewahrt werden. Es gehört zum Wesen der Freiheit, dass sie immer bedroht ist.

Otto Heuschele

 

 


 

Seite 2 

Gauner im Haus

Betrüger geben sich als Mitarbeiter des DRK aus

Vergangene Woche machten einige Betrüger das Haus unsicher. Es waren vier, wahrscheinlich aber fünf Herren und eine Dame, zwei in den typischen DRK-Westen und drei/vier in roten Pullovern.. Sie gaben sich als Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus und baten um Spenden.

Wie Recherchen ergaben, hatten die Herrschaften etwas Pech. Sie wurden nämlich von einer Bewohnerin beobachtet, als sie aus der Straße ‚Heckende’ kamen. Unserer Mitbewohnerin fielen sie gleich auf und sie behielt sie im Auge, bis Typen an der Ecke unseres Hauses aus ihrem Blickwinkel verschwanden.

Als einige Zeit später ihre Türglocke läutete, schaute sie vorsichtig durch den Spion und was sieht sie da – Überraschung – die Frau von den DRK-Leuten aus dem Heckende. Wie sie berichtete war ihr erster Gedanke, ;so Alte, dich kenn ich, du kannst hier stehen bis du schwarz wirst – dir mach ich nicht auf.’

Die Frau blieb einige Minuten vor der verschlossenen Tür stehen, natürlich von unserer Mitbewohnerin aufmerksam beobachtet, läutete noch einige Male und verzog sich dann unverrichteter Dinge.

Auch der Verfasser hatte das Missvergnügen von den Herrschaften aufgesucht zu werden. Es waren drei Mann.

Der eine faselte etwas von monatlichen Spenden, klang nach Abonnements und überhaupt, er benahm sich nicht wie ein DRK-Vertreter.

Sein Verhalten erinnerte an ein Mitglied einer Drückerkolonne oder eines Vertreters einer ‚Time sharing’-Firma. Wer einmal mit solchen Leuten zu tun hatte, wird wissen, was gemeint ist.

Auf jeden Fall versuchten die Herrschaften noch bei einigen weiteren Bewohnern ihr Glück – dem Vernehmen nach erfolglos.

Nur unsere Mitbewohnerin, die sie aus dem Heckende hat kommen sehen, passte auf. Und tatsächlich nach einer Weile kamen die vorgeblichen DRK-Mitarbeiter wieder zum Vorschein und trollten sich zu Fuß Richtung Rahlstedt.

 

Die Stadtteilpolizistin, Frau Scholz bittet in diesem Zusammenhang alle Bewohner, wenn sie so etwas bemerken oder auch nur vermuten sie sofort anzurufen!!!!

Hier noch einmal die Telefonnummern:

0173-4989571 

im Notfall:

428 65 3810 oder 110

 

 

Achtung – Freiheit in Gefahr

Die ‚Ordner der Welt’ sind wieder munter.

Die tragischen Ereignisse in Norwegen haben mal wieder die selbst ernannten ‚Ordner der Welt’ vom rechten Rand munter gemacht. Der normale TV-Konsument hatte sich noch nicht von dem Schock der Ereignisse in Norwegen erholt, wo ein durchgeknallter Zeitgenosse 74 Menschen umgebracht hat, als die Herren schon auf dem Teppich standen und nach einer neuen Datei und einer besseren Überwachung der potentiellen Übeltäter riefen.

Mal ehrlich, wer soll da eigentlich überwacht werden? Das besondere Kennzeichen des Übeltäters in Norwegen ist doch seine Unauffälligkeit. Völlig angepasst lebte er 140 Kilometer entfernt von Oslo auf einem Bio-Bauernhof.

Auch seine kurzfristige Mitgliedschaft in einer rechts stehenden Partei ist in Norwegen nichts Außergewöhnliches. Diese Partei bekam bei den letzten Wahlen 30 % der Stimmen und sitzt im Parlament.

Angesichts dieser Problematik stellt sich doch die Frage, wen wollen die Herren vom konservativen Rand denn überwachen? Da können sie gleich 90 % der Bevölkerung in ihre Liste aufnehmen..

Ein weiterer Aspekt ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Es mag ja angehen, dass alles rechtstaatlich überwacht wird, obwohl die Lebenserfahrung zeigt, dass alle Gesetze irgendwann umgangen werden, und es gibt keine Garantie dafür, dass eine solche Datei nicht im großen Rahmen zur Überwachung der Gesamtbevölkerung eingesetzt wird.

Man denke nur an die häufigen Versuche von interessierten Kreisen, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen – z.B. bei Demonstrationen.

Glücklicherweise ist dafür eine Grundgesetzänderung notwendig...

 

 

Hamburg muss sparen

Hamburg muss sparen, aber anscheinend hat das noch nicht jeder begriffen –will es vielleicht auch nicht wahr haben. Aber angesichts von 30 Milliarden = 30 Tausend Millionen Euro Schulden sollte sich der eine oder andere etwas zurückhalten.

Zwei Beispiele von vielen:

1.Tennis

Da findet am Rothenbaum das traditionelle Tennisturnier statt der Sieger zieht mit 200.000 euro Siegprämie von dannen – und was meint der Manager? Er klagt darüber, dass die Stadt seine Veranstaltung nicht gefördert hat. – Ja er fordert geradezu drohend mehr Geld...

Da fragt sich der Zeitgenosse, wo sind eigentlich die vielen Millionäre? Die könnten doch auch einmal in die Tasche greifen und etwas spenden....

2. Die Kultur

Bei der Kultur hat auch der eine oder die andere ein Problem sich auf die neue Situation einzustellen. Es war doch so schön in den letzten Jahren, die Fleischtöpfe waren gefüllt, wenn auch auf Pump und man ließ es sich gut gehen...

Nun ist es so weit, es muss gespart werden. Ein Beispiel von vielen. Da macht jemand ein kleines Kabarett-Theater auf, ist auch sehr erfolgreich, räumt jede Menge Preise ab – aber die Zuschauer erscheinen nicht in genügender Anzahl... Gut und nun muss die kleine Bühne schließen, wenn sie keine Subventionen erhält...

Und nun ein Riesenaufstand in Presse und Fernsehen – alle möglichen Prominenten machen sich für die kleine Bühne stark und rufen nach ‚Vater Staat’.

So what... Jeder kleine Selbständige muss zumachen, wenn die Kunden nicht mitmachen. Wo ist das Problem? Auch die Kulturschaffenden sollten in Zeiten leerer Kassen, sich daran erinnern, dass sie ihr Produkt an den Mann, an die Frau bringen müssen.

 

Witz der Woche:

Ein Einbrecher sieht sich gerade in einer fremden Wohnung um. Da hört er eine Stimme: „Ich kann dich sehen und auch Abraham sieht dich.“ Er fährt herum und sieht nur einen Papagei. Sagt der: „Ich bin Thor.“ – „Sch...name für einen Papagei.“ Meint der Papagei nur trocken: „Abraham ist auch eine eigenartiger Name für einen Rottweiler....“

Fiete der Dackel meint: „Mein Kumpel Herkules ist besser....“


Aktualisiert ( Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 11:45 Uhr )