Nr. 26/2011                                                                                   07.07.2011

Der Betreute Bewohner

 

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis


Fußballweltmeisterschaft der Frauen

Ungewöhnlich brutales, unfaires Fußballspiel Seite 2

 

Brasilien – Norwegen                                                  Seite 2

Deutschland - Frankreich                                           Seite 3

 

Eine Umfrage                                                              Seite 4

Ein Todesfall                                                               Seite 4

Veranstaltungen:

Erdbeerfest am 19. Juli, alles rund um die Erdbeere


Spruch der Woche:

Einen Gescheiten kann man überzeugen, einen Dummen muss man überreden.

Curt Götz

 


Seite 2 

Fußballweltmeisterschaft der Frauen

Ein ungewöhnlich brutales, unfaires Spiel

Nein, es war kein Vergnügen, dieses Treffen Deutschland / Nigeria am letzten Donnerstag. Die Nigerianerinnen glänzten durch ungewöhnliche Härte und Fouls. Gleich zu Beginn musste eine deutsche Fußballspielerin vom Platz direkt ins Krankenhaus geschafft werden.

Es gab unglaubliche Szenen. Die Nigerianerinnen traten den Gegnerinnen auf die Füße, Knöchel und Schienbeine, Ellenbogen wurden in Gesichter und Nacken gestoßen, die Faust auffällig unauffällig auf den Hinterkopf geschlagen und, und, und...

Eine deutsche Spielerin wurde sogar von einer Gegnerin offensichtlich mit einem Anlauf von gut 10 Meter umgerammt...

Und die Schiedsrichterin? Sie war auf dem Platz, machte sich aber kaum bemerkbar. Egal, was passierte, sie ließ weiterspielen. Die Torfrau wurde im 5-Meter-Raum bedrängt – das war schon Standard, die deutschen Spielerinnen wurden umgehauen, das interessierte die Dame überhaupt nicht.

Erst gegen Ende des Spiels erinnerte sie sich an ihren gelben Karton und machte davon Gebrauch – allerdings in Situationen, in denen andere Schiedsrichter zur roten Karte gegriffen hätten...

Sie war entweder blind, unfähig oder bestochen – vielleicht auch alles zusammen. Nichts konnte ihre gute Laune trüben.

Die deutschen Spielerinnen ließen sich aber nicht sonders beeindrucken, hielten sich offensichtlich etwas zurück, machten ihr Tor und gewannen die Partie zu recht.

Es ist ja so, wenn die Gegnerinnen sich nicht an die Regeln halten, die Schiedsrichterin nicht ihrer Pflicht nachkommt und alles durchgehen lässt, kann kein schönes Spiel entstehen.

Die Partie glich über weite Strecken weniger einem Fußballspiel, als einem Gladiatoren-Spiel im alten Rom.

Schade, was das Spiel der Damen sonst auszeichnete, die elegante Spielweise, ohne schwere Fouls, mit technischer Raffinesse und Kondition, wurde schmerzlich vermisst.

 

 

Brasilien - Norwegen

Das Spiel am vergangenen Sonntag war eigentlich nichts besonderes – eben ein Fußballspiel auf mittlerem Niveau... wenn da nicht Martha, die brasilianische Superstürmerin gewesen wäre...

Immer wieder mischte sie die Norwegerinnen mit ihrem technischen Können und ihrer Schnel-ligkeit auf. Das Beste war aber, als sie in der zweiten Hälfte des Spiels das zweite Tor für Brasilien schoss.

Das Ganze begann etwas fragwürdig. Der Ball wurde im Mittelfeld Richtung norwegisches Tor geschossen und eine Norwegerin, gefolgt von Martha war hinter der Lederkugel her. Da die norwegische Spielerin einfach keinen Platz machte, schubste Martha sie von hinten mit beiden Händen um und eroberte so den Ball. Ihr Glück, dass die Schiedsrichterinnen nichts gesehen hatten...

Dann gings los. Martha zeigte ihr ganzes Können. Mit einer unglaublichen Ballbeherrschung und Schnelligkeit, ließ sie nacheinander vier gegnerische Spielerinnen aussteigen und versenkte den Ball im Tor. – Unglaublich...

Klar, dass das Spiel von Brasilien gewonnen wurde. (mit 3:1)

 

Seite 3

Deutschland -Frankreich

Es war das Spiel der Favoritinnen. Die 46.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion kamen voll auf ihre Kosten. Allerdings versuchten die Französinnen immer mal wieder das Spiel mit unfairen Mitteln in ihrem Sinn zu verändern.

Vor allem, wenn sie zurück lagen, aber die Schiedsrichterinnen passten auf.... Die Frau an der Pfeife soll fünf Sprachen sprechen, darunter auch Deutsch. Da fiel jede krumme Bemerkung auf. Um es kurz zu sagen, souverän hielt sie die Partie im Griff und es ist sicher auch ihr Verdienst, dass es so ein schönes, elegantes Spiel wurde.

Die Französinnen leisteten sich 9 Fouls, mit 3 gelben und 1 roten Karte. Die Deutschen ließen sich nur 3 Fouls mit einer gelben Karte zu schulden kommen.

Das Spiel endete verdient mit 4:2 für Deutschland.

Die Zuschauer waren total aus dem Häuschen.

 

Bei näherer Betrachtung der beiden Spielweisen, der Damen in der Weltmeisterschaft und der Herren in der Bundesliga, fällt auf, dass die Frauen den schöneren, unterhaltsameren Fußball spielen.

Unfaires Spiel, bleibt weitgehend die Ausnahme. Die ‚Brechstange’ und die ‚Blutkrätsche’ bleiben das Privileg der Herren in der Bundesliga.

Auch die Unsitte, einen gegnerischen Spieler, der technisch besser und schneller spielt, mit vereinten Kräften so lange zu foulen, bis er sich zurückhält, konnte man bisher bei den Frauen so nicht beobachten.

Die brutalen Fouls, die Hahnenkämpfe und die Primadonnen unter den vor allem älteren Spielern, können dem härtesten Fan den Spaß an der schönsten ‚Nebensache der Welt’ verderben.

So Mancher unter den Herren sollte mal von seinem hohen Ross steigen, denn was sind sie denn anderes als, zugegeben zu Recht, superbezahlte Fußballspieler...

Auch etwas anderes fällt auf, die Frauen sind nicht nur attraktiver als die Herren, sie benehmen sich auch besser. Keine einzige Spielerin war bisher dabei zu beobachten, dass sie auf den Rasen spuckte. Es ist für den Zuschauer ziemlich unappetitlich, wenn er beobachten muss, dass die Spieler in der Gegend herumspucken – rotzen wäre wohl treffender.

 

Seite 4.

Eine Umfrage

Frau Scholz, die Stadtteilpolizistin, ist bereit bei entsprechender Nachfrage, monatlich bei uns eine Sprechstunde anzubieten. Diejenigen, die daran Interesse haben, melden sich bitte beim ‚Betreuten Wohnen’, Frau Schmidt oder Frau Brandt...

 

 

Todesfall im Haus

Wie man hörte soll vor einigen Tagen Frau R.Akgündogdu nach schwerer Krankheit im Krankenhaus gestorben sein.

 

 

Witz der Woche:

 

Ein junger Mann beim zukünftigen Schwiegervater: „Also Fußball, Trinken und Rauchen interessieren mich nicht...“ – „O Gott, das hat mir gerade noch gefehlt, dann bekomme ich jeden Tag Sie als gutes Beispiel vorgehalten...!“

Fiete der Dackel meint: „Bin Fan von St.Pauli....“