Nr. 25/2011                                                                                   01.07.2011

Der Betreute Bewohner

 

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Man traut sich ja kaum noch auf die Straße
 Ältere Menschen im Focus der Kriminellen. Seite 2
Das Internet       
Seite 3
Das Telefon als Hilfsmittel für Gauner            
Seite 4
Ganoven geben sich als Amtspersonen aus  
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Veranstaltungen:

Traditionelles Kaffetrinken am Sonntag – Beitrag 1.- euro

Erdbeerfest am 19. Juli, alles rund um die Erdbeere

 

Spruch der Woche:

Auch der Dieb weiß, was Unrecht ist, wenn er selbst

bestohlen wird...

 

Gerhard Barnstner

 


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Man traut sich ja kaum noch auf die Straße.....

Ältere Menschen im Focus der Kriminellen

 

Diese Klage hört man öfter... aber der Eindruck täuscht. Es gibt immer wieder spektakuläre Fälle, die dann die Schlagzeilen beherrschen, aber in der Masse ist der ältere Mensch in seiner häuslichen Umgebung am meisten gefährdet. Einschlägige Halunken haben sich darauf spezialisiert älteren Mitbürgern in ihrem vertrauten Umfeld das sauer ersparte Vermögen abzujagen...

Es gibt im Allgemeinen zwei verschiedene Bereiche in denen ältere Menschen von einschlägig geschultem Personal angegriffen werden.

Das ist zum einen die Wohnung und zum anderen das Internet. Für immer mehr Menschen ist das Internet aus ihrem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Man kauft ein, erledigt seine Bankgeschäfte, pflegt Freundschaften, bucht Reisen und Ähnliches mehr – alles mit dem Computer im Internet. Das gibt den Ganoven aller Coleur unzählige Möglichkeiten im Trüben zu fischen.

Doch zuerst einmal zu der Wohnung. In der eigenen Wohnung fühlt sich der Mensch im Allgemeinen sicher. Doch zahlreiche Ganoven, Männer als auch

Frauen und sogar Kinder sind darauf spezialisiert, vor allem ältere Menschen auszutricksen.

Auch unser Haus ist keine Insel der Seeligen. Vor einigen Wochen sah sich der Verfasser unversehens mit einem solchen Versuch konfrontiert.

Auf ein Läuten hin, öffnete er die Tür und sah sich einer kleinen Horde Kindern gegenüber – vielleicht 6 Kinder von vielleicht 8-12 Jahren. Auf seine Frage nach ihrem Begehren, meinten sie, sie wollten ihre Oma besuchen. Auf die Frage, wer denn ihre Oma sei, wussten sie keine Antwort.... Also nicht lange gefackelt, Tür zu... - Das ist in jedem Fall das Beste. Kommt einem jemand verdächtig vor, nicht lange absabbeln,...

Das gilt auch für irgendwelche aufdringliche Vertreter, die den Leuten zum Beispiel Hochleistungsstaubsauger andrehen wollen.

Sollte man einmal darauf hereingefallen sein, hat man die Möglichkeit, ohne Angabe von Gründen, innerhalb von zwei Wochen die Erklärung schriftlich zu widerrufen und damit das Geschäft rückgängig machen.

Aber Vorsicht, vor allem bei Verkaufsveranstaltungen, so genannten ‚Kaf-feefahrten’ aber auch an der Haustür, setzten die Verkäufer gern mal ‚aus Versehen’ das falsche Datum auf den Vertrag, um damit das Rücktrittsrecht auszuhebeln.

Deshalb ganz wichtig, bei Unterschriften auf das korrekte Datum achten und sich nicht durch Mätzchen des Verkäufers ablenken lassen.... Diese Herrschaften sind nämlich darin geschult, die Gegenseite über den Tisch zu ziehen.

  

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Das Internet

Immer interessanter ist das Internet für Ganoven aller Art. Besonders sind die Herrschaften hier hinter Passwort und Kontonummer her. Sie arbeiten mit allen Tricks – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Der frechste Trick ist den Internetuser unter einem Vorwand, direkt nach Passwort und Kontonummer zu fragen.

Zum Beispiel mit dem Satz ‚Sie haben gewonnen’ oder mit der Behauptung, ‚hier ist Ihre Bank, es haben sich einige Probleme ergeben, bitte teilen Sie uns ihre Kontonummer und Passwort mit’ – hat der Verfasser schon einige Male erlebt.

Schwieriger sind schon so genannte ;Trojaner’, die bei Bankgeschäften die Daten kopieren und dem Ganoven zugänglich machen, so genanntes ‚pishing’. Da hilft nur, das Schutzprogramm auf dem neuesten Stand zu halten, um solche und andere Attacken aus dem Netzt abzuwehren.

Das ist auch besonders wichtig, wenn man irgendwelche Sachen im Internet bestellt. Am sichersten ist die Bezahlung per Rechnung oder Bankeinzug....

Am besten ist es, man bestellt nur bei Portalen, die für Ihre Seriosität bekannt sind, wie amazon für Bücher oder große Versandhäuser....

Es grundsätzlich wichtig, vorsichtig und misstrauisch zu sein – im Zweifelsfall ist es besser, lieber auf die Bestellung verzichten.

Ein wichtiges Thema ist auch die Bestellung von Medikamenten im Internet. Es ist sicher nicht das Schlechteste, dass man bei einer Apotheke, mit der man zufrieden ist, bleibt....

Für unseriöse Geschäftemacher gibt es unzählige Möglichkeiten zu betrügen. Wer kennt nicht die vielen Geschichten über gefällschte ‚Viagra’-Tabletten. Wer beschwert sich schon, wenn er auf einen linken Anbieter reingefallen ist...

Generell sollte man einige Regeln beachten. Finger weg von Medikamenten, die nicht in Originalschachteln kommen oder ungewöhnlich aussehen, riechen.

Man kann auch die Internetapotheke überprüfen, zum Beispiel durch das ‚Versandapothekenregister(VAR) über www.dimdi.de unter ‚Arzneimittel’ – ‚Versandapothekenregister’.

 

Gefälschte Medikamente sind im besten Fall wirkungslos, sie können aber auch zu lebensgefährlichen Komplikationen führen, wenn ihre Mischung nicht stimmt oder sie durch andere Stoffe verunreinigt sind. - Es gibt tausend Möglichkeiten zu betrügen und die ‚schwarzen Schafe’ sind Legion....

 

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DasTelefon als Hilfmittel für Gauner

Eine der perfidesten Tricks ist der bekannte ‚Enkel-Trick’. Dabei ruft ein Mann eine ältere Dame an, gibt sich als ihren Enkel aus und bittet um Geld, weil er gerade in Schwierigkeiten ist. Viele ältere Damen sind auf diese Art schon reingelegt worden... Auch eine unserer Mitbewohnerinnen erlebte einmal einen solchen Versuch. Sie ließ sich aber nach eigener Aussage nicht ins Bockshorn jagen....

Ein weiterer Trick ist, dass sich Ganoven für Amtspersonen ausgeben, um damit Geld zu kassieren. Im Zweifelsfall, bei der angegebenen Behörde nachfragen!!!

 

Spektakulärer Unfall mit Radfahrer

Gestern kam es querab von dem Edekaparkplatz zu einem Unfall mit einem Radfahrer. Offensichtlich fuhr eine Gruppe Jugendlicher auf dem Rad-/Gehweg in Richtung Rahlstedt. Ein Junge passte wohl nicht auf und erwischte einen Fußgänger, um die 50 Jahre alt. Dieser kam zu Fall und verletzte sich am rechten Handgelenk.

Die alarmierte Polizei nahm den Unfall auf und eine Ambulancia den Verletzten mit.

 

Witz der Woche:

 

Letzte Woche im Reisebüro. Fragt ein Kunde nach einer Reise Richtung Italien. Darauf der Angestellte: „Möchten sie über Zürich oder München fliegen?“ Etwas genervt meint der Kunde: „Wieso, ich will über Ostern nach Italien!“

Fiete der Dackel meint: „Wenn einer eine Reise tut....“

Aktualisiert ( Freitag, den 01. Juli 2011 um 19:22 Uhr )