Nr. 18/2011                                                                                                           05.05.2011

Der Betreute Bewohner

 

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Superausflug am vergangenen Samstag   Seite 2
Ethikrat zum Atomausstieg
Erste Sitzung des Ethikrats im TV Seite 3

 

 

 

 

     


Veranstaltungen:
 

05.05 nächsten Donnerstag geht es wieder los. Sport mit Svenja Brandt – Schnupperstunde um 1500 Uhr

Couch-Potatoes hoch vom Sofa!!!


Spruch der Woche:

Nach dem Schiffbruch sitzen wir alle im selben Boot…

Peter Gruber

 

 


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Superausflug am vergangenen Samstag

Am vergangenen Samstag fand der traditionelle Ausflug mit den Damen des ’Service-Wohnens’ statt.

Um es gleich vorneweg zu sagen, es war ein Superausflug, alle waren begeistert. Die Teilnehmer setzten sich nicht nur aus Bewohnern unseres Hauses zusammen, sondern man hatte sich mit der ‚Seniorengemeinschaft MIGG’ zusammengetan.

Man fuhr mit zwei Bussen und 90 Teilnehmern ins Alte Land zur Kirsch- und Apfelblüte. Petrus hatte auch ein Einsehen, die Sonne schien, aber es war nicht sonderlich heiß.

 

In bester Laune fuhr man über die Autobahn durch den Freihafen, über die Köhlbrandbrücke und dann am Deich entlang in Richtung Finkenwerder.

 

Im Freihafen wunderte sich mancher Oldtimer, der früher im Hafen zu tun hatte, über die rasante Entwicklung, die inzwischen den ganzen Hafen erfasst hat.

Aber auch sonst, wie es ein Teilnehmer ausdrückte, man erkannte fast nichts wieder. Auch Finkenwerder hatte sich völlig geändert. Sicher auch eine Folge des Ausbaus der Firma Airbus, an der man auch vorbeikam.

Es war eine gemütliche Fahrt. Man

kam durch größere und kleinere Orte wie Neuenfelde, Cranz, Twielenfleet, York, Wisch nach Grünendeich - immer durch die Apfelplantagen. Alles blühte, es war die Zeit der Kirsch- und Apfelblüte.

In Grünendeich gings ins Lokal. Man musste sich ja erst einmal stärken. Und es lohnte sich. Das Essen war lecker, es gab sogar Nachschlag – keiner musste hungrig aufstehen...

Satt und zufrieden begab man sich wieder in die Busse und startete zu einer kleinen Rundfahrt. Eine junge Frau in der ‚Altländer Tracht’ erklärte den Teilnehmer alles mögliche über das ‚Alte Land’ und den traditionellen Obstbau. Es war sehr interessant. Es gab eine Menge zu sehen. Viele der alten Apfelhöfe haben den Lauf der Zeit gut überstanden und wirken mit ihren Reetdächern, ihren Hochzeitstüren, den Inschriften über den Toren und den etwas merkwürdigen Toren an der Straße wie aus einer anderen Zeit gefallen...

Dabei kam es zu einem Zwischenfall. Ein älterer Herr erlitt einen Schwächeanfall. Glücklicherweise war eine examinierte Fachkraft von der Firma Garant an Bord, die den Ärmsten erst mal in ihre Obhut nahm und schließlich einen Krankenwagen kommen ließ. Begleitet von seiner Frau wurde er in ein naheliegendes Krankenhaus expeditiert.

Na ja, mit solchen Vorfällen ist immer zu rechnen... Es spricht auch für die Organisatorinnen, dass man vorsichtshalber ein Fachkraft mit an Bord hatte.

Und wieder gings zurück ins Ausflugslokal zu Kaffee und Kuchen. Wie schon beim Mittagessen waren alle Teilnehmer sehr zufrieden. Es gab Kuchen satt.

Ein kleiner Spaziergang in der Umgebung schloss sich an. So mancher enterte den Deich und genoss den Anblick der Elbe und den großen Schiffen darauf..

Zufrieden stieg man in die Busse und fuhr nach Hause. Ein schöner Tag, darin waren sich alle einig...

 

 

 

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Ethikrat zum Atomausstieg

Erste Sitzung des Ethikrats im TV

 

Gleich zu Beginn, es war eine trockene und auch über weite Strecken langweilige Veranstaltung. Die Teilnehmer waren alles hochkarätige Wissenschaftler und Manager. Und nur wenigen gelang es, ihr Fachchinesisch etwas zurückzuhalten und ihre Argumente allgemeinverständlich vorzutragen. Als harmloser Zuschauer konnte man über weite Strecken ein Gähnen nicht unterdrücken.

Es ging um den Atomausstieg, der nun nach Fukayama wirklich unumgänglich zu sein scheint. Keiner der Diskutanten traute sich den Ausstieg per se in Frage zu stellen, sondern man argumentierte indirekt mit dem hohen Preis, der ein Ausstieg aus der Atomindustrie kosten würde und immer wieder die Behauptung, in Deutschland wäre ein Unfall wie in Japan nicht möglich. Deutschland hätte die sichersten Atomkraftwerke der Welt...

Da kann der Insider nur den Kopf schütteln. Brunsbüttel, eines der angeblich sicheren Atomkraftwerke ist mit den japanischen Werken weitgehend identisch. Und gerade in diesem Werk kam es mehrmals schon zu Zwischenfällen, die sich die Betreiber angeblich nicht erklären konnten.

Doch zurück zur Veranstaltung. Die

Herrschaften, die mit den angeblichen Kosten des Atomausstiegs argumentierten, wurden ihrerseits von den Vertretern der erneuerbaren Energien gekontert.. Man versuchte sich gegenseitig mit Argumenten und Prognosen zu widerlegen.

Mitten in dieser für den Zuschauer nervtötenden Diskussion, kam es zu einem kleinen Zwischenfall. Es ging um die sogenannten Großverbraucher, das heißt Industrien die sehr viel Strom verbrauchen und unter höheren Preisen zu leiden hätten.

Ein Professor der Fraunhofer-Gesellschaft behauptete, die erneuerbaren Energien hätten bewirkt, dass die Strompreise für Großverbraucher nicht gestiegen sondern seit drei Jahren gesunken seien.

Nach dieser Aussage kam etwas wie Spannung auf. Ein Vertreter der etablierten Stromkonzerne fragte ziemlich gereizt, wie er zu solchen Zahlen käme, die doch allen Berechnungen und Prognosen widersprächen.

Die Antwort verblüffte Runde. Es handle sich um die aktuellen Zahlen des Wirtschaftsministeriums.

Fernsehen kann gemein sein. Einige der Herren blickten ziemlich konsterniert und ratlos, andere konnten ein gewisses Lächeln nicht unterdrücken.

Die Argumentation wurde wieder sachlicher.

Ein anderer Redner machte darauf aufmerksam, dass es auf Grund der Komplexität eines atomaren Unfalls, gar nicht möglich sei, die Kosten der eintretenden Schäden abzuschätzen und es deshalb nicht möglich sei, ein Atomkraftwerk gegen Unfälle seriös zu versichern.

Ein weiteres großes Thema war die Energiegewinnung aus Biomasse. Der Vortragende berichtete unwidersprochen, dass der Einsatz von Lebensmitteln, Weizen und Mais werden zu einem großen Teil zu Biosprit verarbeitet, zu einem gewaltigen Anstieg der weltweiten Lebensmittelpreise geführt hat. Dieser Anstieg hat dazu geführt, dass der Anteil der Hungernden in der Welt gewaltig zugenommen hat..

Als Ausweg aus diesem Dilemma, empfahl er die Forschung auszuweiten. Es wären Alternativen zu den herkömmlichen Pflanzen denkbar...

So ging es weiter. Mitunter durfte auch mal eine Frau mitreden.

Einen guten Job machten die beiden Vorsitzenden. Vielredner wurden gebremst, man hatte einen Zeitraum von 7 Minuten für jeden Redner ausgemacht und Herrschaften, die sich allzu unverständlich ausdrückten wurden ermahnt.

Die nächsten Sitzungen sollen nicht öffentlich ausgetragen werden. Allerdings will man sich am 28. Mai über das Ergebnis wieder öffentlich austauschen.

 

 

 

 

 

Witz der Woche:

 

Susi geht in die Apotheke und verlangt Schlankheitspillen. Der Apotheker wiegt das Haupt und fragt: „Die Tabletten sind für dich?“ – „Nein, nein, sie sind für meinen Hasen… Er soll nämlich geschlachtet werden, wenn er fett genug ist…“

Fiete der Dackel meint: „..ich bin für Hasenbraten!“

Aktualisiert ( Freitag, den 06. Mai 2011 um 10:58 Uhr )