• 18.06.2015Nr.22/2015                                    Nr. 381/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Griechenland / Regierung – kriminell oder unfähig? Seite 1
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Spruch der Woche:


Eine Leiche geht um in Europa,
der es schmeicheln würde,
wenn man sie noch als Gespenst beargwöhnte.
Es ist der Kommunismus.

Ulrich Erckenbrecht

Griechenland

Regierung kriminell oder unfähig?

 

 Die griechische Regierung scheint den Bogen langsam überspannt zu haben. Diesen Eindruck hat man, wenn man die letzten Nachrichten Reveue passieren läßt. Die griechische Regierung ist nicht bereit irgendwelche Reformen in Angriff zu nehmen – im Gegenteil der noch amtierende Finanzminister fordert einen totalen Schuldenschnitt, wohl wissend, dass die geschätzt 300 Milliarden Schul-den Griechenlands von den anderen europäischen Ländern aufgebracht werden müssen… Das heißt die Europäer sollen die griechischen Schulden bezahlen…. Das bedeutet, die kleinen Leute würden die Hauptlast tragen.

Die Griechen leisten sich Ungeheuerliches. So hat zum Beispiel die Europäische Union 100 Millionen euro zur Verfügung gestellt, dass die Regierung ein Katasteramt aufbauen kann, denn in Griechenland gibt eine solche Einrichtung nicht. Kein staatlicher Angestellter oder Beamter weiß, wem welches Grundstück, welches Haus, oder welche Wohnung gehört… Beabsichtigte Folge: Was der Staat nicht kennt, kann er auch nicht besteuern…

Ein anderes Beispiel: Die Europäischen Behörden haben Athen vor einiger Zeit eine Liste mit 6000 mutmaßlichen grie-chischen Steuerhinterziehern übergeben, die etwa 60 Milliarden euro in die Schweiz transferiert haben. Und was passierte in den zwei Jahren – natürlich nichts. Doch es passierte etwas, die Liste verschwand in einem schwarzen Loch und tauchte einige Monate später wieder auf. Allerdings war sie nicht ganz vollständig. Es fehlten die Namen von einigen Verwandten des verantwortlichen Ministers. Ein griechisches Gericht verurteilte den Herrn inzwischen zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung…

Ein weiteres Thema ist die Rentenversicherung. Die Griechen können schon mit 50 Jahren eine vorgezogene Rente beanspruchen. Das durchschnittliche Eintrittsalter liegt bei 56 Jahren… Griechenland hat das teuerste Rentensystem Europas. Und was macht die Regierung, anstatt das Eintrittsalter zu erhöhen und die Bedingungen für die vorzeitige Rente zu verschärfen, wie die europäischen Institutionen verlangten, kürzte sie die Renten allgemein um 30 oder 40 Prozent. Das hatte natürlich zur Folge, dass viele ätere Menschen mit kleinem Renten extrem verarmten, ein Effekt, den die Regierung offensichtlich in Kauf nahm… Tenor „das ist Brüssel’s Schuld“…

Natürlich weigert sich Griechenland den aufgeblähten Militärhaushalt herunter zu fahren und die viele zu große Anzahl der Beamten und der staatlichen Angestellten zu verringern.

Man könnte von einem Tollhaus sprechen. In den vergangenen Jahrzehnten war es in Griechenland üblich, dass nach den Wahlen die siegreiche Partei ihre Anhänger mit Jobs beim Staat versorgte – egal ob Konservative oder Sozialisten…

Dass sich Griechenland seinerzeit mit gefälschten Zahlen den Beitritt in Europa erschwindelte ist in diesem Zusammenhang wohl nicht verwunderlich…

Inzwischen ist das System derart verrottet, dass zum Beispiel im Krankenhaus Patienten, obwohl versichert, nur behandelt werden, wenn die Angehörigen zusätzlich ein Couvert mit einer Geldsumme für den behandelnden Arzt mitbringen…

Vielleicht sollte man bei dem europäischen Regierungen über die Einrichtung eines Internationalen Gerichtshofs für Wirtschaftskriminelle nachdenken, die von ihren Heimatländern nicht verfolgt werden. Es ist ja ein Unding, das die kleinen europäischen Steuerzahler mit ihren Steuern das Luxusleben gewisser Herrschaften finanzieren…

Eine schöne Vorstellung, aber bisher sind die großen Strolche noch immer davon gekommen, nicht zuletzt deshalb weil ihnen Staaten wie Schweiz, Lichtenstein oder Monaco aber auch Staaten in den USA wie Delaware entgegen kommen und gern dem ergaunerten Geld einen sicheren Hafen bieten…

Die Herren Tsipras und Co sollen sich nicht zu sicher fühlen, der Geduldsfaden der Europäer könnte reißen und wenn die deutsche Regierung die Herrschaften fallen lässt… dann gibt’s wohl kein Halten mehr.

Vermutlich machen sich die europäi-schen Beamten in der Verwaltung schon länger Gedanken, wie man am Tage X reagieren kann, um Schaden von den anderen europäische Ländern abzuwenden. Es bleibt nur zu hoffen, dass Europa mit einem blauen Auge davon kommt.

 

Witz der Woche:

Fite neu

Können Sie den Mann beschreiben, der Sie niedergeschlagen hat?“ fragt der Polizist den Verletzten. „Das habe ich getan, da hat er gleich zugeschlagen…“

Fiete meint: „„Ja, ja, ich mach auch um Schäferhunde einen Bogen…“

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 28. Juni 2015 um 07:24 Uhr )