• 21.05.2015Nr.18/2015 Nr. 377/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

ISIS - Kalifat Die große Apokalypse? Seite 1
Lokführer streiken schon wieder Seite 2
   

 

 

 

 

Spruch der Woche:


Ein Löwe leiht dem anderen nicht die Zähne …

Südafrikanisches Sprichwort

ISIS - Kalifat

Die große Apokalypse

 

Den Betroffenen im Irak und in Syrien muss es wirklich wie am Ende aller Tage vorkommen. Das Tor zur Hölle hat sich geöffnet und schwarz vermummte Teufel sind daraus auf die Erde geströmt. Geschickt nutzen sie die moderne Kommunikation um Ihren Terror zu verbreiten. Vor laufender Kamera werden Menschen die Kehlen durchgeschnitten, sie werden erschossen oder lebendig in einem eisernen Käfig verbrannt, wie der gefangene jordanische Pilot. Strategisch eingesetzte Selbstmordattentäter sprengen gegnerische Kontrollposten in die Luft, zehntausende von Andersgläubigen werden in die Wüste getrieben, wie die Jesiden vor einigen Wochen, christliche Kirchen werden geschändet und gesprengt. Frauen zwingt man sich zu verschleiern, Frauen von Andersgläubigen werden zwangsverheiratet, als Sklavinnen verkauft, bis in die Golfstaaten und und und …

Die Liste der Schandtaten ließe sich endlos verlängern. Was steckt dahinter? Wer will was erreichen?

Als Erstes wird der Terror eingesetzt, um den Widerstand der eigenen Bevölkerungen zu brechen, beziehungsweise ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen. Das religiöse Mäntelchen, das sich die Mörder so gern umhängen, hat in Wirklichkeit mit den eigentlichen Zielen nichts zu tun. Der Erfolg der Organisation beruht auf der Zusammenarbeit von zwei brutalen Organisationen. Da ist zum Einen der „IS“, der Islamische Staat und zum Anderen die sunnitischen Anhänger der „Baath“-Partei des gehenkten Diktator Sadam Hussein. Dabei fällt auf, dass der IS eigentlich mit der Religion überhaupt nichts zu tun. Der Islam ist nur ein Mittel die Menschen zu unterdrücken, beziehungsweise durchgeknallte Dschihadisten aus aller Welt anzulocken und geködert durch die Versprechungen auf das Paradies an vorderster Front zu verheizen, beziehungsweise als Selbstmordattentäter strategisch bei den Kämpfen einzusetzen. Gern lockt man die Kämpfer aus aller Welt auch mit dem Versprechen, sie bekämen eine der zahlreichen gefangenen Frauen der verfolgten Minderheiten, die ihnen in die Hände gefallen sind, ab.

Für die Strategie sind die Spezialisten der Baath-Partei sozusagen der Generalstab zuständig, der die Ziele vorgibt und die Ausführung überwacht. Dabei handelt es sich überwiegend um Geheimdienstler des irakischen Diktator Sadam Hussein. Sie haben über alle Bereiche des Kalifats ein Netzt von Informanten gespannt, vor dem die Herren aus der DDR, Mielke, wer kennt ihn noch, vor Neid erblassen würde. Es geht soweit, dass sogar die „Emire“, Herren der höheren Leitungsebene überwacht werden. Bei Fehlverhalten gibt es nur eine Strafe – den Tod. Die Herrschaften verschwinden einfach.

Um das Durcheinander noch zu vergrößern, herrschen in Syrien und im Isalmischen Staat zwei verfeindete Gruppen der Baath-Partei. Dies scheint aber auch nicht unbedingt der Fall zu sein. So hat sich herausgestellt, dass 2014 die meisten vorgeblich vom dem IS ermordeten Schiiten, Alewiten und Angehörigen anderer Glaubensrichtungen in Wirklichkeit, Sunniten waren, die sich gegen den IS gestellt hatten.

Die Gewalt und damit die Rechtlosigkeit des Einzelnen war von Anfang Teil der Ideologie der Bath-Partei. So schrieb der Gründer Alflaq, ursprünglich ein orthodoxer Christ: „Wenn wir grausam zu anderen sind, wissen wir, dass unsere Grausamkeit nur dazu dient sie zu ihrem wahren Selbst, von dem sie entfremdet sind zurückzubringen."[3]

Der Freiheitsbegriff Aflaqs bezeichnet nicht das Individuum als Träger von Freiheitsrechten, sondern die Freiheit welche die Mitglieder eines von der Partei geleiteten Kollektivs in einer sozialistischen Gesellschaft erfahren würden.“ - Original DDR-Geschwafel

Die beiden Organisationen, das Kalifat des ISIS und die Baath-Partei sind sich sehr ähnlich. Beide sind der Überzeugung, dass die Massen von einer uneingeschränkt herrschenden Minderheit, wie eine Schafherde von einem Hirten, zu einem Kalifat (IS) oder der „Großen arabischen Nation“ geführt werden sollten. Natürlich gelten für die Herrschenden keine Gesetze – allein der Zweck heiligt die Mittel. Eine Meinung, die offensichtlich auch die Assad-Sippe in Syrien vertritt.

Gegen solche, an die „apokalyptischen Reiter“ erinnernde Gestalten, helfen keine Waffen, sondern nur die „Herrschaft des Rechts.“ Was wir in der modernen Welt brauchen ist eine internationale unabhängige Justiz, die Ursachen und Taten feststellt und die Täter verurteilt. Dafür wäre allerdings auch eine Voraussetzung, dass illegal eingenommene Gelder und Vermögen eingezogen werden.

Die Lokführer streiken schon wieder

Die Lokführer streiken schon wieder…. Der geduldige Reisende schickt sich in sein Schicksal und versucht auf allen möglichen Wegen an sein Ziel zu kommen. Es ist in diesem Jahr das neunte Mal, dass die Herren streiken. Verstehen kann das nur, der die Hintergründe kennt. Der inzwischen aus dem Fernsehen bekannte Anführer der Lokführer ließ vor zwei Tagen die Katze offiziell aus dem Sack, als er erklärte: Das Ziel des Streiks sei weniger, mehr Geld oder bessere Arbeitsbedingungen für die Kollegen zu erreichen, nein dass Ziel sei bei der DB unterschiedliche Tarife für die gleiche Arbeit durchzusetzen. Das bedeutet der Kollege A verdient für die gleiche Arbeit etwas mehr, als der Kollege B, der exakt die gleiche Stellung bekleidet – nur weil seine Gewerkschaft bei den Tarif-Verhandlungen mehr Geld für ihn herausgeholt hat. Jeder kann sich ausmalen, wozu das in den Betrieben führt.

Dabei gibt es ein abschreckendes Beispiel. Der geduldige Zeitungsleser wird sich erinnern. Es war Anfang der 80-ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als in England ähnliche Regeln galten, wie sie Herr W. sie heute gerne einführen würde. Es gab eine Unzahl von kleinen und kleinsten Gewerkschaften. Auf der Diesellok fuhr auch noch der Heizer aus der „Dampfära“ mit. Ständig fanden Streiks statt. Man nannte die Zustände: „Die englische Krankheit“ Verschärfend kam noch hinzu, dass die Kumpels in den Kohlebergwerken, aufgerufen von einer kleinen Gewerkschaft, der Anführer hieß Scargil, die Kohleförderung stoppten und das Land an den Abgrund brachten.

Der Rest ist bekannt. Wahlen standen an, Labour verlor und die Thatcher gewann mit den Konservativen. Es wurden Gesetze gegen die Gewerkschaften erlassen, Subventionen gestrichen, die gehätschelte Industrie konnte nicht widerstehen und verschwand. Zurück blieben Ruinen und Industriebrachen. Weite Gebiete des Landes und der Städte verslumten. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Leidensfähigkeit der Engländer ist zu bewundern….

Witz der Woche:

Fite neuEin älteres Ehepaar unterwegs ins Theater. Sagt die Frau: „Fritz, dein Gebiss…“ – „Ich weiß, liegt zuhause im Bad… Seit wann gibt’s bei Goethes „Faust“ was zum Lachen?“

Fiete meint: „„Ich habe noch alle Zähne….“

 

Aktualisiert ( Mittwoch, den 03. Juni 2015 um 16:21 Uhr )