• 19.11.2014Nr.45/2014                                                 Nr. 354/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Internet - Darknet / Die ungleichen Brüder im „world-wide-web“ Seite 1
Vorweihnachtliche Feier der Firma Garant im Hotel Eggers Seite 2
Interessante Ausstellung im Chile-Haus Seite 3

Veranstaltungen:

Basteln für Weihnachten am 20.Nov.

Argentinischer Tango für Senioren am 01.Dez.

Spruch der Woche:


Das Alter ist ein natürlicher, menschlicher Zustand, dem Gott seine eigenen Gefühle geschenkt hat, die ihre eigenen Freuden in sich tragen.

Wilhelm von Humboldt

 Internet - Darknet

Die ungleichen Brüder im „world-wide-web“

Wie jetzt auch für den Laien bekannt wurde, existiert in der digitalen Welt neben dem Internet, ein „Darknet“ in dem die dort Tätigen ziemlich anonym ihr Wesen treiben. Konzipiert und entwickelt mit Unterstützung der amerikanischen Regierung wird diese Parallelwelt im „world-wide-web“ eigentlich von Oppo- sitionellen in Diktaturen und ähnlichen autoritären Staaten genutzt. Natürlich lockte das Darknet auch Kriminelle an.

Im Rahmen der weltweiten Operation „Onymous“ gegen eine kriminelle Handelsplattform mit Namen „Silk-Road 2.0“ sinnigerweise übersetzt „Seidenstraße 2.0“, gelang auch der deutschen Polizei ein Schlag gegen kriminelle „Online shops“ in Deutschland. Die Kriminellen nutzten das Verbindungssystem „TOR“, mit dem das „darknet“ organisiert wird, um ihre dunklen Geschäfte abzuwickeln. Sie fühlten sich durch die scheinbare Anonymität angelockt. In erster Linie diente das Ganze dem Rauschgifthandel aber auch andere kriminelle Dienstleistungen wurden angeboten – bis zum Auftragsmord.

Die Betreiber dieser Plattformen bedienten sich eines „sicheren“ Systems im Internet, das bisher als unüberwindlich galt. Entwickelt wurde das System „TOR“ unter anderem auch mit amerikanischer Hilfe. Im vergangenen Jahr sollen die die Amis allein 1,8 Millionen Dollar ausgespuckt haben, ohne, man ist geneigt mal wieder „typisch Amis“ zu denken, sich mit der Funktionsweise des Programms und dessen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Auf jeden Fall ist es ihnen dennoch gelungen den Kriminellen auf die Spur zu kommen.

Wie man so hört, erfreute sich dieses System besonders im Iran und in Ägypten bei der letzten großen Krise großer Akzeptanz unter den Oppositionellen. Auch die Machthaber in China befürchteten wohl Schlimmes und hatten den Zugang zum Tor-System blockiert. Natürlich nutzte auch der amerikanische „Whistle-blower“ Edward Snowdon das TOR-System um seine Daten zu der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ und dem englischen „Guardian“ zu schicken.

Dem amerikanischen Geheimdienst war allerdings nichts aufgefallen. Denen war das Handy der deutschen Kanzlerin wichtiger. Da liegt wohl einiges im Argen…

Im aktuellen Fall wurden weltweit 17 Betreiber von solchen krimi-nellen Online-Shops festgenommen, große Mengen Rauschgift, Gold und Silber beschlagnahmt und Bitcoin, eine Internetwährung, im Wert von 1 Million Dollar und 100.000 Dollar in bar sicher gestellt. Dabei gab es zwischen den amerikanischen und deutschen Betreibern keine Verbindung. Vermutlich flogen die illegalen Online-Shops ziemlich früh auf, denn die Anzahl ihrer Verbin-dungen und Kunden waren noch überschaubar…

Die Entwickler des „TOR“- Systems rätseln dem Vernehmen nach noch immer, wie die deutsche Polizei in das verdeckte Netzwerk eingedrungen sein könnte. Aber auch andere Herrschaften zeigen Interesse. So versuchen angeblich die Geheimdienste, der amerikanische NSA und der englische CGHQ gemeinsam Methoden zu entwickeln, mit denen sie das „darknet“ überwachen und die „User“ identifizieren können. Dass gleichzeitig die amerikanische Regierung das Projekt „TOR“ unterstützt, wundert wohl niemand…

 

Vorweihnachtliche Feier der Firma Garant im Hotel Eggers.

 

Wie jedes Jahr veranstaltete die Firma Garant für ihre Kunden eine vorweihnachtliche Feier im Hotel Eggers. Wie Teilnehmer berichteten war es mal wieder eine gelungene Veranstaltung.

Die Tische waren festlich gedeckt und die Gäste im „Sonntagnachmittagszwirn“ erschienen. Die Damen in schöner Garderobe, und die Herren in Anzug und Krawatte. Die Bedienung war aufmerksam und freundlich. Es gab Kaffee zu Butterkuchen, Stollen und Fruchtschnitten.

Für die Unterhaltung war auch gesorgt. Ein älteres Paar sang Lieder aus den 50er bis zu den 70er Jahren. Unterstützt wurden sie von einem Mann am Keyboard. Alle drei waren gestandene Profis. Eine ältere Dame schmolz bei dem Lied „Montanara“ förmlich dahin, so schön sangen die Beiden.

Wie der Sänger berichtete, hatte er etliche Jahre seine Tage als Profisänger (Tenor) verbracht. Das weiß wohl auch nicht jeder. Es gibt nicht nur hauptamtliche Sänger und Musikanten, die bei Theatern und Orchestern fest angestellt sind, sondern zahlreiche Künstler, die sich von Auftritt zu Auftritt hangeln. Hier ein Auftritt auf einer Familienfeier, dort einen Chor bei einer Aufführung unterstützen, hier beim Unternehmensjubiläum die Feier festlich untermalen oder auch einmal auf dem Friedhof den letzten Willen eines Verstorbenen erfüllen, alles Jobs, die einerseits nicht sehr zahlreich und ande- rerseits auch nicht sehr gut bezahlt werden.

Die Musikanten bezogen ihr Publikum in ihre, neudeutsch „Performance" mit ein. Und die Gäste reagierten begeistert. Ihre Wünsche nach besonderen Liedern wurden erfüllt. Bei dem einen oder anderen Lied sangen sie auch begeistert mit.

Bei den älteren Damen hatte der Sänger in seinem roten Anzug, schwarzem Revers und „Minipli-Frisur“ besonderen Schlag, wie man früher so sagte. Das heißt er kam gut an…

Die Zeit verging im Fluge. Aufgekratzt und zufrieden über den schönen Nachmittag machten sich die überwiegend älteren Herrschaften auf den Heimweg. Es hatte sich gelohnt der Einladung der Firma Garant nachgekommen zu sein.

 

 

Interessante Ausstellung im Chile-Haus

Franz Hubmann, einem der großen Fotographen der Nachkriegszeit, widmet man zur Zeit eine interessante Ausstellung im Chile-Haus in der Innenstadt. F.Hubmann, der dieses Jahr 100 geworden wäre, hatte auch einen starken Bezug zu Hamburg. So fotografierte er 1955 im Auftrag des Senats den Hamburger Hafen und natürlich die Reeperbahn und die Menschen, die dort arbeiteten, für das jährlich erscheinende Buch „Hamburg, das Tor zu Welt.“

Außerdem zeigt die Ausstellung auch Fotos von bekannten Künstlern des 20. Jahrhunderts und Szenen aus Wien, Paris, New York und Rom. Gezeigt werden die Bilder in der Galerie „Flo Peters Gallery“ im Chilehaus. Eintritt umsonst

Witz der Woche:

Fite neuBeim Arzt. Fragt der besorgte Patient: „Muss ich mit dem Schlimmsten rechnen?“- „Eigentlich nicht,“ erklärt ihm der Arzt, „sonst hätten Sie schon meine Rechnung…“

Fiete meint:  „Geld bewegt die Welt...“