• 06.11.2014Nr.43/2014                                                 Nr. 352/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Aktive Sterbehilfe! Fluch oder Segen? Seite 1
Laternenumzüge Seite 2
Argentinischer Tango für Senioren Seite 3

Veranstaltungen:

Basteln für Weihnachten am 20.Nov.

Argentinischer Tango für Senioren am 01.Dez.

Spruch der Woche:


Überraschung findet statt,
wenn man sie nicht erwartet hat

Wilhelm Busch

 Aktive Sterbehilfe

Fluch oder Segen?

Zur Zeit findet, im Moment von der Öffentlichkeit weniger beachtet, eine Diskussion über die „Aktive Sterbehilfe“ statt. Die Fronten sind klar. Auf der einen Seite die christlichen Kirchen, die jede aktive Sterbehilfe ablehnen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Menschen, die dem christlichen Glauben ferner stehen und daher weniger Skrupel haben, die aktive Sterbehilfe zu bejahen. Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach befürworten 60 Prozent der Deutschen die „aktive Sterbehilfe“, darunter auch zwei Drittel der praktizierenden katholischen und der evangelische Christen.

Gegen aktive Sterbehilfe stellen sich aber auch klar Teile der Landesärztekammern, die den Ärzten, die sich an der aktiven Sterbehilfe, das heißt an der gezielten Herbeiführung des Todes eines Patienten beteiligen, mit Sanktionen bis zu dem Entzug der ärztlichen Approbation und damit einem Berufsverbot drohen. Die Aufgabe des Arztes ist es zu helfen und nicht sich an der Tötung eines Patienten zu beteiligen.

Am 13.November ist im Bundestag eine große Debatte zu dem Thema geplant.

Andere europäische Länder sehen das lockerer. In den Niederlande, Belgien und Luxemburg ist die aktive Sterbehilfe unter Einhaltung strenger Regeln gestattet.

Vielleicht ist es in Deutschland mit seiner unseligen Geschichte, man denke nur an die Eutanasie, der massenweisen Tötung „lebensunwerten Lebens“, unter anderen von Tausenden Behinderter im III. Reich, besser, an den bestehenden Regeln nichts zu ändern. Für einen Laien scheint auch keine Notwendigkeit zu bestehen, vor allem vor dem Hintergrund, dass die passive Sterbehilfe, salopp „Maschinen abstellen“ genannt, wenn eine entsprechende Verfügung des Sterbenden besteht, möglich ist.

Ein Verbot der aktiven Sterbehilfe hat auch den Vorteil, dass vor der immer mehr zunehmenden Kommerzialisierung des ganzen Medizinwesens und der Kostendrückerei niemand auf dumme Gedanken kommt. Auch für die Angehörigen ist es beruhigend, dass die Ärzte den Patienten sterben lassen, aber nicht umbringen. Denn natürlich sieht so mancher Krankenhausmanager einen Schwerstkranken unter Umständen erst einmal als Kostenfaktor.

Als potentieller Patient sollte man sich für die Materie interessieren, um dann im Ernstfall das „richtige“ Krankenhaus zu erwischen… Wenn die Patienten ausbleiben, hat auch der härteste Sanierer sein Pulver verschossen…

Apropos: Gerade kam im Fernsehen die Nachricht, dass eine junge Frau in den USA mit einem Gehirntumor aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen hat.

Vielleicht sollte man den grundsätzlichen Unterschied bei der Krankenversorgung zwischen USA und Deutschland bedenken. In USA müssen in der Regel die Patienten die Schmerzmittel und Therapien aus der eigenen Tasche bezahlen…

Das bedeutet, dass in einem solchen Fall die ganzen Ersparnisse einer Familie für die Behandlung draufgehen können. Da sind die 300 oder 400 Dollar für die aktive Sterbehilfe ein gewichtiges Argument… - Das lässt sich mit hiesigen Verhältnissen nicht vergleichen.

 

Laternenumzüge

 

In den letzten Tagen war wieder einmal die Zeit der Laternenumzüge angebrochen – zur Freude der Kinder, die zum Teil mit selbst gebastelten Laternen mit den Zügen mitliefen. Bei dem einen oder anderen Kind haben sicher die Eltern beim Basteln mitgeholfen.

Der erste Zug sammelte sich am vergangenen Donnerstag auf dem „Edeka“-Parkplatz. Angeführt von einem Spielmannszug, begleitet von Polizei und Feuerwehr, die Feuerwehrleute hatten sogar einen großen Wagen mitgebracht, zogen Eltern und Kinder durch unser Viertel. Beginn und Ende waren unser Parkplatz. Der Musikzug hat sich richtig Mühe gegeben.

Am nächsten Tag, am Freitag, war dann Halloween. Der Brauch Halloween zu feiern kam in den letzten Jahrzehnten aus Amerika zu uns. Ursprünglich stammt der Brauch aus Irland, den Einwanderer nach USA mitgebracht hatten. Manche führen ihn auf das keltische Samhain-Fest der Kelten zurück. Für die Kelten begann das neue Jahr am 01.November und sie glaubten in der Nacht davor würden die Verstorbenen sich aus den Gräbern erheben und zwischen die Lebenden mischen. Vielleicht sind deshalb die Gespensterköpfe – die ausgehölten Kürbisse mancherorts so beliebt.

Was allerdings der Rasierschaum bedeuten soll, mit dem die Kinder die ganze Gegend vollgeschmiert hatten, bleibt wohl ihr Geheimnis – Abteilung Schabernack…

Sonntag war noch einmal richtig was los. Es trafen sich 3 Laternenumzüge in der Bahnhofstraße auf dem Helmut Steidl-Platz in Rahlstedt. Einer war von unserem Parkplatz aus gestartet und hatte, einschließlich der mitlaufenden Familienhunde sicher so 100-150 Teilnehmer, überwiegend kleinere Kinder mit ihren Eltern. Auch dieser Zug wurde von Feuerwehrleuten begleitet, die auch noch, dem Anlass entsprechend, große, brennende Fackeln mit sich schleppten. Außerdem waren zwei weitere Laternenumzüge unterwegs. Einer startete in der Rahlstedter Str. beim AMTV-Zentrum, der andere vor der AMTV-Sporthalle in der Nienhagener Str..

Auch hatte ein findiger Imbiss-Unternehmer seinen Wagen aufgestellt und machte gute Geschäfte. Der eine oder andere machte sich allerdings einige Sorgen. Den Glühwein machte der Imbiss-Macker in normalen Plastikflaschen in einem Wasserbad heiß. Wenn nun Teile des Plastik in den Glühwein übergingen? Das konnte doch nicht gesund sein? – Auf jeden Fall konnte sich so der Alkohol nicht verflüchtigen, auch was Gutes…

 

 

Argentinischer Tango für Senioren

Am vergangenen Montag fand eine tolle Tanzveranstaltung im Küperstieg 1 statt. Es handelte sich um „Argentinischen Tango“ für Senioren mit Life-Musik. Wie Teilnehmer einhellig berichteten war es eine wunderschöne Veranstaltung mit Stil.

Für die Veranstaltung stand ein geschmackvoller, großer Raum zur Verfügung. Die Tanzschritte des Tango erwiesen sich als leicht erlernbar und das Tanzlehrerpaar bewies gegenüber den überwiegend nicht mehr ganz jungen Teilnehmern pädagogisches Geschick . Um die Stimmung etwas zu heben und passend zu dem Tanz, schließlich ist der Tango zum Teil in den Spelunken von Buenos Aires entstanden, stand auf jedem Tisch eine Flasche Rotwein.;

 

Witz der Woche:

Fite neuIn Rom möchte der Papst mal wieder selbst ans Steuer. Er tauscht mit seinem Fahrer. Sie kommen zu einer Straßenkontrolle. Der Papst hält an. Der Polizist ruft seinen Chef an: „Chef, hier ist ein ganz Großer… Der Papst ist sein Chauffeur…“

Fiete meint: „Fiete meint: „Dackel als Polizeihunde…“

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 06. November 2014 um 19:57 Uhr )