• 07.05.2015Nr.15/2015                                                 Nr.374/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Flüchtlinge sollen in der Sieker Landstr. ein neues Heim finden. Seite 1
   
   

Neues vom amerikanischen Geheimdienst NSA.

Nach letzten Meldungen hat der NSA versucht deutsche und europäische Industriefirmen auszuspionieren. Es ist nicht ganz klar, ob der Bundesnachrichtendienst die „befreundeten Dienste“ aktiv unterstützt hat, gewähren ließ oder selbst Opfer dieser Schnüffelattacke geworden ist

 

Spruch der Woche:


Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen:Tapferkeit, Eigensinn und Geduld.
Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe

H.Hesse

 Flüchtlinge sollen in der Sieker Landstraße ein neus Heim finden.

 

Auf dem Grundstück Ecke Höltigbaum/Sieker Landstraße sollen statt eines Alten- und Pflegeheims Unterkünfte für Flüchtlinge errichtet werden. Bei einer Versammlung in der vergangenen Woche wurden die Anwohner durch die Behörde informiert. Viele der Zuhörer waren weniger über die Tatsache, dass Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft untergebracht werden sollen befremdet, als über das Benehmen der Behörden. Mit dem Charme eines Presslufthammers, der diesem sensiblen Thema nicht angemessen ist, stellte der Bezirksamtsleiter in seinem ersten Satz fest: „Es geht nicht darum, ob die Unterkunft kommt, sondern dass sie kommt.“

Wie es sich in der anschließenden Diskussion herausstellte, fiel die Entscheidung den Bau als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen Mitte Februar, aber die Behörde sah sich nicht in der Lage, die Betroffenen vor Mitte April zu informieren. Das brachte die Anwohner natürlich auf. Schließlich gibt es aus der Sicht der Betroffenen eine Menge Fragen an die Behördenvertreter. Mit der Unterkunft für die Flüchtlinge ist es schließlich nicht getan. Es sind Menschen, keine abstrakte Zahlen, die hier ankommen. Zum Beispiel kommen Familien mit Kindern, die besondere Unterstützung brauchen. Wo sind die Fachkräfte für deren Betreuung… Von der Unterstützung der teilweise traumatisierten Erwachsenen ganz zu schweigen.. Es kommen Menschen, die Furchtbares erlebt haben und Hilfe jeder Art brauchen… Wo sind die benötigten Fachkräfte?

Wenn die Politik diese Fragen nicht ernst nimmt und immer mit den leeren Kassen argumentiert, dann fragt sich der geneigte Beobachter – für eine Luxuseinrichtung mit X-Sterne Hotel wie der Elbphilharmonie ist Geld genug da, aktuell 700 Millionen Euro, aber für die armen Flüchtlinge, an deren Schicksal die Politik auch nicht ganz unschuldig ist, Deutschland ist aktuell der drittgrößte Waffenexporteur, gibt es nur Brosamen… Vielleicht sollten wir uns alle etwas schämen… Wir haben die Herrschaften gewählt, in den letzten Jahrzehnten…

Gut Syrien, einer der großen Verbrecherregime im Nahen Osten wurde von Russland ausgerüstet, aber was sollen zum Beispiel hochmoderne Leopard-Panzer in Saudi-Arabien? Ein Land in dem Menschenrechte nicht gelten und deren Bewohner solche Verrückte wie die Strolche vom „Islamischen Staat“ finanzieren... Auch Osama bin Laden kam aus Saudi-Arabien und manche Saudis unterstützen „Taliban“ und andere Extremisten mit Millionen, ohne von der Saudischen Justiz behelligt zu werden… Und unsere gewählte Regierung arbeitet mit diesem Staat zusammen - immer mit dem Argument, Saudi-Arabien hat das Öl.

Doch zunächst noch etwas zu den Zuständen vor denen die meisten der Flüchtlinge aus Nahost geflüchtet sind. Im Nahen Osten, in Syrien und im Irak kämpfen verschiedene Parteien, seien es der „Islamische Staat“, die „Assad Regierung“, die anderen Islamisten und Sonstigen Kämpfer mit der Überzeugung, „dass die Herrschaft über die Massen in den Händen einer kleinen Elite liegen sollte, die diesen Massen keinerlei Rechenschaft schuldig sei . sie herrsche ja im Namen eines großen Plans, legitimiert wahlweise von Gott oder von der Glorie der arabischen Geschichte.“ Zitat aus „Spiegel“.

Der Aufstieg der furchtbaren Terrororganisation IS (Islamischer Staat) ist zum einen dem perfiden Vorgehen, zuerst harmlos, freundlich als Missionsorganisation aufzutreten, im Verborgenen Schutzgelder einzutreiben, um dann schlagartig mit dem schlimmsten Terror aufzutreten, Funktionsträger und wichtige Menschen zu ermorden und die rigidesten religiös begründeten Regeln durchzusetzen und zum anderen der Duldung und Förderung im Schatten durch die Geheimdienste Assads geschuldet.

Für die Einwohner bedeutete es, ihre Häuser und Wohnungen wurden durch die Kämpfe zerstört, ihre Frauen aus der Öffentlichkeit verbannt, ihre Geschäfte geplündert und die Wohlhabenden durch Sondersteuern und „Schutzgeld-Erpressungen“ ausgeplündert. Millionen sind in die Nachbarländer geflohen… und die den Weg über das Mittelmeer bis zu uns geschafft haben, waren ursprünglich keine armen Schlucker, denn die Flucht ist teuer, ein gigantisches Geschäft für die Schlepper. Man kann davon ausgehen, dass von denen die es bis zu uns geschafft haben, viele gebildet sind und wenn sie die Möglichkeit bekommen, sich relativ schnell in unserer Gesellschaft integrieren, ihre Kinder in die Schulen schicken und Steuern bezahlen…So kann man sagen, viele der Flüchtlinge sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft und werden auch dringend benötigt, wenn wir unseren Wohlstand in der globalisierten Welt erhalten wollen.

Allerdings ist die Lage für Hamburg nicht ganz einfach. Zum aktuellen Zeitpunkt sind in 22.000 Flüchtlinge in Unterkünften untergebracht und jeden Monat kommen 800 Personen dazu. Die Stadt plant weitere Unterkünfte für 6.000 Menschen… Auch die medizinische Versorgung ist schwierig. Laut Auskunft der Behörden fehlt das qualifizierte Personal.

Die „Dumpfbacken“ von rechts, die sich in der Pegida-Bewegung sammeln, kann man doch vergessen. Ungebildet, unwillig sich in die Gesellschaft einzubringen und verängstigt, dass sie sowieso schon am Rande der Gesellschaft stehend, durch die Flüchtlinge in den Abgrund gedrückt werden könnten, machen sie Randale… Dagegen hilft eigentlich nur eine funktionierende Justiz und Polizei. Wer meint, er steht außerhalb des Gesetzes und andere Menschen angreifen zu können, weil ihm die Hautfarbe oder die Herkunft oder die Religion nicht passt, macht am besten schnellstmöglich Bekanntschaft mit Polizei und Justiz. Das gilt aber auch für alle anderen, z.B. auch für die Salafisten, die unsere Gastfreundschaft ausnutzen, um zu Gewalt zu predigen.

Als Lösung bleiben nur kleine Schritte. Man muss den Flüchtlingen möglichst schnell die Arbeitsgenehmigung erteilen. Wer arbeitet verdient sein eigenes Geld, kann sich in der neuen Heimat zurecht finden und der Staat spart Geld.

Für die Gesellschaft im Allgemeinen ist es absehbar, dass in den nächsten Jahrzehnten ein allgemeines „Bürgergeld“ eingeführt werden muss, das jedem unter bestimmten Voraussetzungen zusteht, denn die Zahl der einfachen Jobs wird weiter abnehmen, und die moderne Entwicklung wird dazu führen, dass immer weniger Leute gebraucht werden.…

Witz der Woche:

Fite neuDer Mann kommt nach Hause. Er sagt zu seiner Frau: „Man hat Dich gesehen, du hast einen fremden Mann geküsst. War es der Briefträger oder der Milchmann?“ „ War es um Acht oder um Neun?“

Fiete meint: „Fiete meint: „In unseren Kreisen macht man nicht so ein Theater.“

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 07. Mai 2015 um 17:34 Uhr )