• 09.10.2014Nr.40/2014                                             Nr. 349/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 

Seite 4
Eine Bestattung ist heute so teuer, dass man sich das Sterben eigentlich nicht mehr leisten kann Seite 1
Roboterschiffe ohne Besatzung Seite 2
Flüssiggas-Kraftwerk im Hamburger Hafen eingetroffen Seite 3
Typisch Maschine – Chief verursacht Skandal

Veranstaltungen:

Toller Film mit Didi Hallervorden am 28. Oktb.

Argentinischer Tango für Senioren im Dez.

Spruch der Woche:


Mit allen Kräften müssen wir uns die Freuden des Lebens zu erhalten suchen, die uns die Jahre eine nach der anderen entreißen.

Michel de Montaigne

 

Eine Bestattung ist heute so teuer, dass man sich das Sterben eigentlich nicht mehr leisten kann.

Es ist schon merkwürdig, eigentlich besteht in unserer Wirtschaft der Wettbewerb, das heißt der Kunde ist der König. Beim Bestattungsgewerbe kann man den Eindruck gewinnen, dass sich alle Beteiligten, sei es die kommunale Friedhofsbehörde oder die Bestatter und sonstigen Beteiligten einig sind, dass im Trauerfall der Kunde sich nicht so richtig wehren kann, da kann man schon mal richtig zulangen…

Diesen Eindruck erweckt eine typische Rechnung: Da taucht zum Beispiel die Besorgung der benötigten Dokumente unter drei verschiedenen Posten auf. Einmal unter „Erledigung der Formalitäten“ – 130 euro, „Sterbeurkundenservice“ - 148 euro und „Gebühren für die Ausstellung der Sterbeurkunden“ – 30 euro. Das sind nach Adam Riese 308 euro nur für die notwendigen Papiere.

Aufbewahrung der Urne, Dekoration in der Feierhalle, also Kerzenleuchter, Samtbehänge und Kandelaber, Dekoration der Blumenspenden – 295 euro – Soviel ist das ganze Gerümpel gar nicht wert, nach dem Anschein seit Jahr und Tag in Gebrauch. Die Blumenvase hat ein Loch und der rötliche Stoff der Dekoration auf dem Boden wird im Verlauf der Feier immer nässer. Ach ja, und die Rosen um die Urne lassen die Köpfe hängen – vielleicht weil sie schon bei einer anderen Trauerfeier im Einsatz waren?

Aber auch die Behörden sind nicht ohne. Benutzung einer kleinen Trauerhalle für eine halbe Stunde – 240 euro. Bestattungsgebühr für eine Urne in einem bestehenden, längst bezahlten Grab – 490 euro. Da springt einem doch der Draht aus der Mütze…

 

 

Roboterschiffe ohne Besatzung

Die Seeleute können demnächst endgültig abmustern. Sie werden auf den Schiffen nicht mehr gebraucht, wenn die Entwicklung so weitergeht.Die Klassifikationsgesellschaften „Germanischer Lloyd“ und „DeNorske Veritas“, eigentlich eine Gesellschaft, (DNV GL) haben große Fortschritte bei der Entwicklung des „autonomen Schiffes“ gemacht. Mit autonomen Schiffen werden Schiffe bezeichnet, die ohne Besatzungen ferngesteuert über See fahren. Das heißt, sie werden von Land über „Satellit“ von einem Menschen kontrolliert und „gefahren“.

Für die Reeder scheint die Entwicklung sehr interessant, sie können eine Menge Geld sparen und die Versicherer hoffen, damit die Zahl der Unfälle zu minimieren, denn 85 % aller Schadensfälle sollen auf menschliches Versagen zurückzuführen sein.

Auch die EU ist an der Entwicklung dran. Sie hat ein Projekt mit der Bezeichnung „MUNIN“ gestartet, das autonom fahrende Schiffe entwickeln soll. Bei diesem Projekt ist auch das renommierte „Fraunhofer Institut“, eine gemeinnützige Gesellschaft für die Förderung der angewandten Forschung, beteiligt.

Die Herrschaften von DNV GL sind schon etwas weiter. Sie haben ein Schiff mit elektrischem Antrieb entwickelt, das 100 Container transportieren kann. Zur Zeit wird mit einem Modell im Maßstab 1:20 die Technik vor Norwegen getestet. Sollte sich das System bewähren, will man das Schiff, im Original 60 m lang und 14,5 m breit, bauen und an der norwegischen Küste einsetzen. Es soll dann die Straßen in Norwegen entlasten. Eine spannende Entwicklung.

 

Flüssiggas-Kraftwerk im Hamburger Hafen eingetroffen.

Das schwimmende Flüssiggas-Kraftwerk für die Stromversorgung der Passagierschiffe im Hamburger Hafen ist eingetroffen. Es ist auf einer antriebslosen Barge installiert und wurde in der Slowakei gefertigt. In einer abenteuerlichen Reise wurde das 77 Meter lange und 11 Meter breite Fahrzeug über Donau, Main, Rhein und Nordsee nach Hamburg geschoben, beziehungsweise über die Nordsee geschleppt.

In Hamburg ging es erst einmal in die Werft Blohm u. Voss zur Endausrüstung und ausführlichen Tests. Ein solches Schiff wurde noch nie gebaut, und man hat deshalb noch keine Erfahrung im täglichen Betrieb. Die fünf Generatoren der Anlage haben eine Leistung von 7,5 Megawatt.

Mit dieser Barge sollen erst einmal Kreuzfahrerschiffe mit Strom versorgt werden, so lange sie im Hafen an der Pier liegen. Sie können dann während der Liegezeit in Hamburg ihre schmutzigen Diesel abstellen, die mit ihren Abgasen bisher die ganze Umgebung verschmutzten. Bewährt sich die Technik, können auch andere Dreckschleudern im Hafen auf diese umweltschonende Technik mit Strom versorgt werden.

Die Motoren der Barge werden mit LNG = LiquidNaturalGas (verflüssigtes Erdgas) betrieben, bei dessen Verbrennung keine Schwefeloxide und Rußpartikel entstehen und auch die Menge an Stickoxyden und CO² gegenüber den herkömmlichen Treibstoffen deutlich verringert ist.

Hamburg ist natürlich mal wieder vorne. Es ist der erste Hafen in Europa, der Schiffen diese Technik zur Verfügung stellt. Die Anlieger bei den Terminals werden erleichtert sein, denn bisher sind sie bei ungünstigem Wind doch einer erheblichen Belästigung durch die Abgase ausgesetzt. Und gesund ist der Sch… natürlich auch nicht.

 

Typisch Maschine – Chief verursacht Skandal. 

 

Scherzhaft ist man versucht zu sagen: „Da hat sich gegen früher nichts geändert. Immer diese Maschinisten…“

Vergangenen Samstagabend gegen 1900 Uhr stieß ein auslaufendes Containerschiff querab von Neumühlen eine Riesenrauchwolke aus dem Schornstein, die in der ganzen Umgebung für Aufregung sorgte. Die stinkende Wolke zog über Överlgönne und Othmarschen bis zum Krankenhaus Altona. Im Krankenhaus und in einem Pflegeheim sprangen die Feuermelder an. Die Feuerwehr schickte einen Löschzug. Passanten riefen empört beim Notruf der Polizei an, sie seien total schwarz.

Wahrscheinlich hatte der Maschinist von dem Marine-Diesel auf Schweröl umgestellt und die noch nicht richtig warme Maschine zu schnell hochgefahren. Ergebnis zu viel Treibstoff, zu wenig Luft im Zylinder = unvollständige Verbrennung = Rauchwolke. – Skandal und Aufregung an Land…

 

Witz der Woche:

Fite neuIm Himmel plant man einen Ausflug. Einer macht den Vorschlag Jerusalem zu besuchen. Sagt Jesus, „Lieber nicht, dahin möchte ich nicht noch einmal…“ – Der nächste Vorschlag – zum Vatikan in Rom. Der Hl. Geist ist begeistert: „Prima, da war ich noch nie…“

Fiete meint: "Hab ich doch schon immer vermutet…“

 

Aktualisiert ( Mittwoch, den 08. Oktober 2014 um 13:54 Uhr )