• 17.04.2014Nr.16/2014                                    Nr. 325/ ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Der Betreute Bewohner

Ein Blatt für die Bewohner des Hauses Sieker Landstr. 33

Unabhängiges Kampfblatt für Toleranz und Verständnis

 


Cyber-Krieg
Kriegführende kennen keine Verwandten
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Veranstaltungen:

Ostern im Gemeinschaftsraum: 

18.04. 15.30 Uhr Kaffee und Torte

21.04. 10.00 Uhr Frühstück

Ostercafe am 24.April um 15.00 Uhr (Betreutes Wohnen)

Bitte bis 17.April anmelden....

Spruch der Woche:


Fanatiker wollen mit dem Kopf durch das Brett, das sie vor ihm haben.

C.F.Meyer

Cyber-Krieg

Kriegführende kennen keine Verwandten.

Zu Beginn ist es vielleicht ganz interessant festzustellen, was das Wort „Cyber“ eigentlich bedeutet. „Cyber“ kommt, wie so vieles die Computer Betreffendes, aus dem Englischen, von dem Wort „Cybernetics“ = „Wissenschaft von Steuerungs- und Regelungsvorgängen.“

Ein weiteres Schlüsselwort zum Ver-ständnis dieser merkwürdigen Welt ist „Cyberspace“. Es bezeichnet die von Computern erzeugte, virtuelle Scheinwelt in der die meisten von uns täglich herumturnen, zum Beispiel im „Internet surfen.“

In diesem Cyberspace tummeln sich alle möglichen Leute. Da sind zum einen die „Zivilisten“, die normalen Menschen die mit ihren Freunden auf den Netzwerken wie „Facebook“ und „Twitter“ kommunizieren, Zeitung lesen, geschäftliche Vorgänge abwickeln, „Skypen“ - mit Bild und Ton telefonieren, recherchieren oder sich amusieren. Man kann im Internet Musik hören, Filme ansehen, in alten und neuen Büchern schmökern, einkaufen, sich verabreden oder auch streiten, bis die Drähte glühen.

Die Kriminellen, „Hacker“ genannt nutzen die neuen Möglichkeiten ebenfalls ausgiebig. Man versucht an Passwörter zu kommen, um ein Konto abzuräumen oder auf Kosten des Inhabers einzukaufen. Die Beute wird in der Regel dann anschließend über „e-bay“, eine Art virtueller Marktplatz, wieder zu Geld gemacht. Viele dieser Herrschaften sitzen in den östlichen Ländern, weil dort die Polizei noch nicht so schnell ist. Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen „User“ übers Ohr zu hauen und ständig gibt es neue…

Doch zum aktuellen Cyber-Krieg, jeder gegen jeden. Die Hauptakteure sind USA, mit ihrem Geheimdienst NSA (National Security Agency), die Engländer mit ihrem Geheimdienst GCHQ, China mit einer großen Anzahl spezialisierten Soldaten, Russland mit dem KGB um einige der großen Akteure zu nennen. Sicher unternimmt auch der BND und auch Frankreich einiges auf diesem Gebiet. Auch Israel verfügt über einige Kapazitäten. So haben sie es offensichtlich bei einem Angriff auf eine syrische Atomanlage fertiggebracht, die Computer der syrischen Radarüberwachung während des Angriffs auszuschalten.

Der größte Spieler ist aber der Amerikanische NSA. Für die Amerikaner ist die Bundesrepublik „ein Partner III. Klasse“, dessen Kommunikation (Telefon, Internet usw.) als legitimes Angriffsziel gilt. So wurden 2012 täglich 20 Millionen Tele-fongespräche und 10 Millionen Internet-Datensätze ausge-späht. Wir können davon ausgehen, dass jeder von uns betroffen war und noch immer ist. Ist das die Deutsch-Amerikanische Freundschaft?

Seit 2011 ist der NSA von der amerikanischen Regierung dazu verpflichtet (Cyberwar-Guidelines) einen offensiven Cyber-Krieg zu führen. Für diese Aufgabe erhält der NSA eine Menge Geld, jedes Jahr 10,8 Milliarden Dollar. Der NSA beschäftigt etwa 40.000 Angestellte.

Zu den Aufgaben der NSA gehört die klassische Spionage, die Wirtschaftsspionage, die Einfluss- nahme auf die Politik eines Landes im Sinne der amerikanischen Interessen, Aufklärung über die Motive der Außenpolitik, über mögliche Gefahren für die Finanzwirtschaft, über Waffenexporte und neue Technologien.

Die aktuelle Regierung ließ das alles kalt, bis die Kanzlerin selbst betroffen war, selbst abgehört wurde…

Aktuell ist das renomierte Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von einem Cyber-Angriff betroffen. Offensichtlich versuchen seit Monaten staatliche Hacker Zugang zu den Computern des DLR zu bekommen. Es handelt sich um hoch entwickelte „Trojaner“ - Späh-Software, die sich bei Entdeckung teilweise selbst zerstört. Die Urheber dieser Attacken sind unbekannt. Einige Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich um chinesische Hacker handeln könnte. So wurden in den Programmen einiger „Trojaner“ chinesische Schriftzeichen entdeckt und einige typische Tippfehler. Nach Ansicht eines Experten könnte dies aber nur Tarnung sein. Er wollte als Urheber des Angriffs die amerikanische NSA nicht ausschließen. Die Qualität der „Trojaner“ deuteten darauf.

Einen großen Sieg konnte vor einigen Jahren vermutlich ein Verbund von verschiedenen Geheimdiensten feiern, als die Computer des iranischen Atomprogramms infiziert wurden. Es handelte sich um den Virus mit dem Namen „Stuxnet“. Dieses Virus wurde irgendwie auf die iranischen Computer aufgespielt und bewirkte bei den Zentrifugen für die Anreicherung des Urans, dass diese unregelmäßig liefen und sich dadurch selbst zerstörten. Der Schaden belief sich auf viele Millionen Dollar und das vermutete Atombomben-Programm des Iran wurde um Jahre zurückgeworfen.

Danach liefen Gerüchte durch die Szene, deutsche Firmen könnten an der Aktion beteiligt gewesen sein. Es waren nur Gerüchte, denn es ist ein Kennzeichen der Geheimdienste, dass sie im Halbschatten des Weltgeschehens operieren und ihre Erfolge oder Misserfolge nicht an die große Glocke hängen. So ist der Fall „Snowdon“ nicht nur ein Supergau“ für die NSA sondern auch für die Geheimdienste allge- mein… -.

Neben Akteuren in staatlichen Diensten gibt es unzählige normale „Hacker“, die zu ihrem Ver- gnügen versuchen in abgesicherte Netzwerke einzudringen um deren Schwachstellen heraus- zufinden. Oft handelt es sich dabei um Profis, die beruflich Programme entwickeln und mitunter auch in Vereinen organisiert sind. Der bekannteste Verein ist wohl der „Chaos Com- puter Club“ gegründet 1981, Sitz Hamburg..

So ein Verein zieht mitunter auch zwielichtige Elemente an. Einer von ihnen war Karl Koch, der es schaffte amerikanische Firmen wie die NASA und gleichzeitig den russischen KGB zu hacken. Er verkaufte Informationen aus USA an den KGB, wurde aber enttarnt und nach einer Aussage beim Verfassungsschutz 1989 ver- brannt in einem Wald im Kreis Giffhorn gefunden. Amtlicherseits ging man von Selbst- mord aus, aber die Gerüchte verstummten nie, der bekennende Anarchist sei Umtrieben von Geheimdiensten und/oder Kriminellen zum Opfer gefallen. Seine Maxime war: „Wissen muss für alle Menschen gleich zugänglich sein.“.

 

  

 

 

 

 

Witz der Woche:

Fite neu

 

Ein Männchen sitzt trübsinnig vor seinem Bier am Tresen. Da kommt ein Kerl, und trinkt ihm sein Bier aus. Das Männchen fängt an zu weinen. Der Kerl schlägt ihm auf die Schulter: „Nun heul doch nicht gleich…“ – „ Du hast gut reden. Heute lief meine Frau weg, Konto leer…, dann komm ich in die Firma und werde entlassen. Dann will ich mich aufhängen, da reißt der Strick… Und jetzt bestell ich mir ein Bier, schütte Rattengift hinein, wirkt todsicher… und dann kommst du und trinkst mein Bier aus…“

Fiete der Dackel meint:

„Pech gehabt….!“

 

Aktualisiert ( Mittwoch, den 16. April 2014 um 13:09 Uhr )